Asexualität in der Beziehung: Wenn deine Frau dich liebt, aber nicht begehrt, und du als Sissy lebst

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Asexualität in der Beziehung bedeutet, dass ein Partner wenig bis gar kein sexuelles Verlangen empfindet, dich aber trotzdem von ganzem Herzen lieben kann. Das ist kein Liebesentzug und keine Strafe, sondern ein eigenes Erleben von Nähe. Eure Aufgabe ist nicht, das Begehren zu erzwingen, sondern einen ehrlichen Rahmen zu finden, in dem beide Bedürfnisse Platz haben.

Stell dir vor, du liebst einen Menschen wirklich. Ihr habt ein gemeinsames Leben, eine Geschichte, vielleicht ein Haus, Kinder, einen Alltag. Und dann stellt ihr fest, dass ihr bei einer Sache weit auseinanderliegt: beim Begehren.

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Sie begehrt dich nicht. Und das hat nichts damit zu tun, dass mit dir etwas falsch wäre. Es liegt daran, dass Begehren in ihrem Leben schlicht keine große Rolle spielt. Genau über dieses Thema möchte ich heute mit dir sprechen, weil es fast täglich bei mir in der Beratung landet.

Welcher Sub-Typ bist du?

Asexualität in der Beziehung ist häufiger, als du denkst

Viele Menschen wissen gar nicht, dass man zu einer Sexual- oder Paartherapie auch dann gehen kann, wenn man sich gar nicht streitet. Nicht nur bei großem Krach, sondern auch, wenn einer ein starkes Bedürfnis nach Nähe hat und der andere ein sehr kleines.

In meiner Praxis kommen regelmäßig Männer zu mir und sagen: Meine Frau ist definitiv asexuell, wir haben gar keinen Sex mehr. Und in vielen dieser Gespräche stimmt dieser Satz so nicht. Von zehn Männern, die mit dieser festen Diagnose zu mir kommen, beschreiben acht eigentlich etwas anderes: Erschöpfung, alte Verletzungen, eingeschlafene Routinen. Asexualität ist immer ein Spektrum, kein Schalter, der einfach umgelegt wurde.

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Was Asexualität wirklich bedeutet, und was nicht

In der Sexualität sind Information und Fehlinformation entscheidend. Hier herrscht oft so viel Unwissen, dass aus einem normalen Unterschied ein stiller Vorwurf wird. Also fangen wir vorne an.

Asexualität ist keine Macke, keine Phase, kein Liebesentzug und keine Strafe. Vor allem ist sie nichts, was deine Frau gegen dich richtet. Asexualität bedeutet, dass ein Mensch wenig bis gar kein sexuelles Verlangen gegenüber anderen empfindet. Manche empfinden gar keine sexuelle Anziehung, andere nur unter bestimmten Bedingungen, und wieder andere haben nichts dagegen, Sex für ihren Partner gelegentlich mitzugehen, ohne selbst danach Verlangen zu haben. Wie breit dieses Erleben tatsächlich ist, beschreibt auch die Universität Bremen in ihrer Übersicht zum asexuellen Spektrum.

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Dein Name ist nicht das Problem, und ihrer auch nicht

Ein Zuschauer hat mir geschrieben. Er ist verheiratet, vor Kurzem haben er und seine Frau festgestellt, dass sie asexuell ist. Aufmerksam wurden sie durch einen Fernsehbeitrag, und plötzlich ergab vieles Sinn. Er lebt sich als Sissy aus, trägt im Privaten Wäsche, seine Frau toleriert das. Eine geöffnete Beziehung lehnt sie ab. Und dann schreibt er einen Satz, bei dem ich innehalten musste: aus Angst, verlassen zu werden, würde er sich als Sissy einem Mann zur Verfügung stellen.

Was hier passiert, ist im Kern etwas Gutes, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Ihr habt einen Namen für etwas gefunden, das vorher namenlos zwischen euch im Raum stand. Das heißt konkret:

  • Sie ist nicht kaputt, nur weil sie dich nicht begehrt.
  • Du bist nicht abstoßend oder falsch mit deinen Sissy-Fantasien.
  • Ihr seid zwei Menschen mit zwei sehr unterschiedlichen Bedürfnissen, mehr nicht.
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Wenn Hingabe aus Angst entsteht, nicht aus Lust

Genau bei diesem einen Satz werde ich als Therapeutin hellhörig. Sich einem fremden Mann zur Verfügung stellen, um nicht verlassen zu werden, ist keine Hingabe. Das ist Selbstaufgabe. Der Unterschied klingt klein, ist aber riesig.

Echte Devotion kommt aus einem inneren Ja, aus Lust an der Hingabe, aus Vertrauen. Was du beschreibst, kommt aus Angst. Und Angst ist ein schlechter Architekt für deine Sexualität. Wer sich verschenkt, um Verlust zu vermeiden, wird in der Kontrolle, in der Keuschhaltung, im Lustsklave-Sein nie Ruhe finden, sondern nur eine neue Form von Druck. Deine Sissy-Identität verdient einen besseren Ausgangspunkt als die nackte Angst, allein zu bleiben.

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Wie geht es jetzt weiter mit euch?

Der erste Schritt ist Ehrlichkeit auf beiden Seiten. Sie darf sagen, was sie nicht will und nicht kann. Und du darfst zugeben, dass Enthaltsamkeit und das Ausleben nur mit dir selbst auf Dauer ein echtes Bedürfnis offenlassen. Beides ist legitim, beides muss auf den Tisch. Wie wertvoll professionelle Begleitung dabei ist, zeigt unter anderem das Deutsche Ärzteblatt in seiner Serie zur Paartherapie, und auch pro familia ordnet Asexualität als ganz normale Variante von Sexualität ein.

Das ist der Ausgangspunkt, nicht das Ende. Wenn du verstehen willst, was deine Sehnsucht nach Kontrolle, Keuschhaltung und Hingabe wirklich über dich erzählt, und wie du sie aus Stärke lebst statt aus Angst, dann fang bei dir selbst an. In meiner kostenlosen 7-Tage-Reise für Sissys, Keuschlinge und Lustsklaven gehen wir genau das Stück für Stück durch, in deinem Tempo, ohne Druck und ohne dass deine Frau irgendetwas tun muss, was sie nicht will.

Asexualität in der Beziehung – Zitat-Pin: „Toleranz ist nicht dasselbe wie Annahme.

Haeufige Fragen

Was bedeutet Asexualität in der Beziehung konkret?

Es bedeutet, dass ein Partner wenig bis gar kein sexuelles Verlangen empfindet, dich aber trotzdem von ganzem Herzen lieben kann. Das ist ein eigenes Erleben von Nähe, keine Strafe und kein Zeichen, dass mit dir etwas falsch wäre.

Kann eine asexuelle Frau ihren Mann trotzdem lieben?

Ja, und zwar vollständig. Liebe und sexuelles Begehren sind zwei verschiedene Dinge. Viele asexuelle Menschen empfinden tiefe Bindung, Zärtlichkeit und Verbundenheit, nur eben ohne den Wunsch nach Sex.

Passt mein Leben als Sissy mit einer asexuellen Partnerin zusammen?

Es kann passen, wenn ihr ehrlich darüber redet. Oft geht es bei Sissy-Sein ohnehin weniger um Sex als um Identität, Rollen und emotionale Sicherheit. Genau da lässt sich ein Rahmen finden, in dem beide Bedürfnisse Platz haben.

Wann ist eine Paartherapie bei diesem Thema sinnvoll?

Nicht erst bei großem Krach. Zu einer Paar oder Sexualtherapie kannst du auch dann gehen, wenn ihr euch gar nicht streitet, sondern einfach beim Begehren weit auseinanderliegt und einen gemeinsamen Weg sucht.

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