Im Bett eine Frau sein: Was hinter dem Wunsch wirklich steckt

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Wenn Männer im Bett eine Frau sein wollen, steckt dahinter selten ein einzelner Grund. Am häufigsten sind es drei Motive: der erregende Tabubruch, die Möglichkeit, unterdrückte Gefühle wie Weichheit und Hingabe in einem geschützten inneren Anteil zu erleben, sowie das schönere Körpergefühl weiblicher Stoffe. Das ist verbreiteter, als die meisten Männer glauben.

Diese Frage hat mir neulich jemand unter einem meiner Videos gestellt: Warum wollen manche Männer wie Frauen sein, wie Frauen behandelt werden und dabei devot sein? Den Benutzernamen lasse ich weg. Der war ein echter Zungenbrecher.


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Die ehrliche Antwort lautet: Den einen Hintergrund gibt es nicht. Jede Geschichte ist individuell. Es gibt aber Muster, die mir in über zehn Jahren Praxis als Sexual- und Paartherapeutin immer wieder begegnen. Über die häufigsten spreche ich hier.

Welcher Sub-Typ bist du?

Warum es so schambesetzt ist, im Bett eine Frau sein zu wollen

Grund Nummer eins ist für mich der Tabubruch. Ein Mann, der Damenwäsche trägt, verstößt gegen eine der hartnäckigsten Regeln unserer Gesellschaft. Er macht sich weich, weiblich, angreifbar. Genau das macht es für viele so aufregend.

Viele Männer tragen ihre Wäsche dabei längst nicht nur im Schlafzimmer. Sie tragen sie 24/7 unter Anzug, Arbeitshose oder Jeans. Einer meiner Klienten, 52 Jahre alt und Steuerberater, hat mir im ersten Gespräch erzählt, dass in seinem Schrank seit elf Jahren keine einzige Männerunterhose mehr liegt. Er will sie schlicht nicht mehr. Unter meinem Video zu diesem Thema stehen Dutzende Kommentare von Männern, die genau dasselbe beschreiben. Bei Penelope’s Reich bewerben sich fast täglich Männer mit genau diesem Wunsch.

Weiblichkeit gilt bei Männern bis heute als Abwertung. Wer als Junge „wie ein Mädchen“ geworfen hat, wurde ausgelacht. Diese alten Sätze sitzen tief. Wenn ein erwachsener Mann sich dann bewusst für Spitze entscheidet, erlaubt er sich etwas, das ihm sehr früh verboten wurde.

In der Szene ist das ziemlich normal. Trotzdem glauben fast alle dieser Männer, sie seien mit ihrer Sehnsucht allein. Das zeigt, wie groß die Scham ist.

Scham als Brandbeschleuniger der Erregung

Scham hat einen schlechten Ruf. Wir lernen früh, dass sie ein Warnsignal ist: Finger weg. Dabei kann Scham Erregung wahnsinnig befeuern.

Der Grund liegt im Nervensystem. Scham und Erregung lösen ähnliche Körperreaktionen aus: Herzklopfen, Hitze, ein Kribbeln im Bauch. Wer etwas Verbotenes tut und dabei gesehen wird, erlebt diese Mischung als lustvolle Demütigung. Für viele Sissys ist genau das der Kern ihrer Fantasie.

In der Fantasie darf die Demütigung grenzenlos sein. In der Realität braucht sie einen Rahmen, in dem sich beide sicher fühlen. Verabredete Demütigung hat mit echter Herabwürdigung nichts zu tun. Wo die Linie zwischen erregender Strenge und echter Verletzung verläuft, beschreibe ich ausführlich in meinem Artikel über Bestrafung im BDSM und ihre klaren Grenzen.

Im Bett eine Frau sein, um endlich weich sein zu dürfen

Der zweite große Grund ist für mich der spannendste. In der systemischen Therapie sprechen wir von inneren Anteilen. Du kennst das vom inneren Kritiker oder vom inneren Schweinehund. Genauso kann es eine innere Sissy geben: eine devote, weibliche Seite mit eigenen Bedürfnissen.

Viele Männer verbinden mit dem Weiblichsein genau die Dinge, die sie sich im Alltag verbieten:

  • sich hingeben dürfen, ohne stark sein zu müssen
  • keine Entscheidungen treffen und die Verantwortung abgeben
  • weich sein, Gefühle zeigen, auch mal weinen
  • geführt werden, statt immer selbst führen zu müssen

In der Beratung höre ich ständig Sätze wie diese: Ich bin ein Mann, ich darf nicht weinen. Ich muss meinen Mann stehen. So darf ich nicht sein. Vielen wurde das als Kind systematisch ausgetrieben.

Also lagert die Seele diese Gefühle aus. Sie parkt sie in einem Anteil, in dem sie sicher sind. Ich finde das einen ziemlich pfiffigen Move. Andere greifen zum Alkohol, zu Drogen oder verletzen sich selbst. Diese Männer greifen zur Damenwäsche.

Für ein paar Stunden dürfen sie dann sanft sein, empfänglich, verletzlich. Das ist eine gesunde Bewältigungsstrategie, auch wenn sie von außen ungewöhnlich aussieht. Ein Bauleiter, der seit Jahren mit mir arbeitet, hat es einmal so formuliert: Als Mann halte ich zwanzig Leute zusammen. Als Sissy darf ich endlich auseinanderfallen.

Dabei unterscheide ich zwei große Richtungen. Die einen suchen in ihrer weiblichen Seite die Demütigung, also das Kleingemachtwerden. Die anderen suchen die Erhöhung: Sie wollen sich schön, begehrt und zart fühlen. Beide Wege sind legitim. Auf die Psyche wirken sie allerdings völlig unterschiedlich.

Spitze statt Baumwolle: Warum es sich einfach besser anfühlt

Manchmal ist die Antwort viel banaler, als alle Psychologie vermuten lässt. Damenwäsche fühlt sich schlicht anders an. Spitze, Seide, Satin, Nylon: Diese Stoffe sind leicht und glatt. Sie schmiegen sich an den Körper.

Viele Klienten erzählen mir, dass ihre Boxershorts kratzen. Sie fühlen sich darin ungefähr so sinnlich wie in einem Kartoffelsack. In feiner Wäsche spüren sie ihren Körper oft zum ersten Mal bewusst.

Einer meiner Klienten hat mit 47 zum ersten Mal ein Seidenhemd seiner Frau angezogen, eher aus Versehen nach dem Duschen. Er sagte mir später, er habe sich in dem Moment gefragt, warum ihm das all die Jahre niemand verraten hat.

Was die Haut als angenehm erlebt, speichert das Gehirn als sicher. Wer sich in seiner Wäsche geborgen fühlt, kann sich leichter fallen lassen. Der Stoff wird zum Signal an das Nervensystem: Jetzt darfst du loslassen.

Für manche gehört zu dieser Hingabe auch eine neue Art von Lust. Wer seine weibliche Seite auch körperlich erkunden will, landet früher oder später bei der Prostata. Was da passieren kann, erkläre ich im Artikel über den Sissygasm, den analen Orgasmus ohne Penisstimulation.

Darf ich im Bett eine Frau sein und trotzdem ein Mann bleiben?

Ganz ehrlich: Ja. Ich erlebe sehr oft Männer, die sich bei mir öffnen wie nirgendwo sonst. Nicht bei ihrem Therapeuten, nicht bei ihrer Frau, nicht bei ihren Kindern oder Freunden. Nur bei mir.

Das berührt mich. Manchmal finde ich es auch ein bisschen schade. Mein Job ist dann zu zeigen, dass es mehr gibt als die männliche Seite, die alles im Griff haben und funktionieren muss. Diese Seite ist eine echte Ressource. Sie braucht aber einen Gegenpol.

Viele Partnerinnen fürchten zuerst, ihr Mann wolle in Wahrheit eine Frau sein. Andere fragen sich, ob er homosexuell ist. Beides wäre völlig in Ordnung. Meistens geht es aber um etwas anderes: um ein Gefühl, eine Rolle, einen Raum, in dem er anders sein darf.

Yin und Yang gehören zusammen. Wer seine weiche Seite nur im Verborgenen leben darf, zahlt einen hohen Preis. Wer sie Stück für Stück in den Alltag holt, findet einen inneren Ausgleich, der ihn stabiler macht. Das kann im Gespräch mit der Partnerin beginnen. Es kann auch ganz leise mit einem Ritual für dich allein anfangen.

Deine Weiblichkeit im Bett nimmt dir nichts weg. Sie ergänzt dich. Punkt.

Wenn du dich beim Lesen in einem dieser Gründe wiedergefunden hast, ist das ein guter Anfang. Der nächste Schritt ist, deine devote Seite in einem klaren Rahmen kennenzulernen, mit Struktur und ohne Scham. Genau dafür gibt es in Penelope’s Reich die kostenlose 7-Tage-Reise für Sissys, Keuschlinge und Lustsklaven. Sieben Tage, in denen du herausfindest, was deine weibliche Seite eigentlich von dir will.

Haeufige Fragen

Ist es normal, als Mann im Bett eine Frau sein zu wollen?

Ja. Der Wunsch ist viel verbreiteter, als die meisten Männer glauben. In meiner Praxis begegnet er mir regelmäßig, quer durch alle Berufe und Altersgruppen. Er ist kein Defekt. Er ist eine Ausdrucksform, die meistens eine Geschichte erzählt.

Bin ich schwul, wenn ich im Bett die Frau sein will?

Nicht automatisch. Ob du im Bett eine weibliche Rolle genießt, sagt erst einmal nichts darüber aus, in wen du dich verliebst. Rolle und Orientierung sind zwei verschiedene Dinge. Viele heterosexuelle Männer kennen genau diesen Wunsch.

Warum erregt es Männer, Damenwäsche zu tragen?

Zum einen ist es der Tabubruch. Ein Mann in Damenwäsche verstößt gegen eine der hartnäckigsten Regeln unserer Gesellschaft. Er macht sich weich und angreifbar. Genau das löst bei vielen eine enorme Erregung aus. Dazu kommt das Körpergefühl: Seide und Spitze fühlen sich schlicht schöner an als Baumwollboxershorts.

Sollte ich meiner Partnerin sagen, dass ich im Bett eine Frau sein möchte?

Ich finde: ja, mit Bedacht. Scham ist der Feind guter Sexualität. Ein Geheimnis, das du jahrelang mit dir herumträgst, belastet eine Beziehung meist mehr als ein offenes Gespräch. Wähle dafür einen ruhigen Moment außerhalb des Schlafzimmers. Erkläre ihr, was dir der Wunsch bedeutet.

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Dieser Blogbeitrag wurde teilweise mit KI erstellt oder bearbeitet.

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